Eisenbahn zieht weiter ihre Kreise

Modellbaufreunde befürchteten das Aus für die Anlage, jetzt übernehmen Hillerser Bürger
Verein löst sich auf

Von Wiebke Schwarze
HILLERSE. Auch wenn sich der Modelleisenbahnclub Hillerse zum Jahresende auflöst, Freunde der Miniatur-Eisenbahn müssen nicht trauern. Die neuen Besitzer von Haus und Anlage wohnen nur einige Metter entfernt. Sie wollen die zuckelnden Waggons weiter der Öffentlichkeit zeigen.
"Hier stecken tausende Arbeitsstunden drin. Die tolle Arbeit wollten wir nicht einfach so untergehen lassen", begründete Klaus-Jürgen Winter seine Entscheidung. Am 15. August übernehmen er und sein Sohn Sven Winter aus Hillerse Haus und Anlage vom Modellbauverein.Schon jetzt werkeln sie an der Miniaturwelt mit 500 Metern Gleisen, um sie möglichst bald wieder zeigen zu können.
Weil hier eine Weile keine Züge mehr fuhren, müssen Gleise entstaubt und die Elektrik repariert werden. Ganzjährig sollen sich die Besucher an den ratternden und sausenden Zügen erfreuen können.
Das Fahrpult, hinter dem Maik Brasche, Klaus-Jürgen Winter, Sven Winter und Michelle Brasche (von links) stehen, funktioniert genauso, wie das für große Züge. Es ist nur kleiner.	Foto: Wiebke Schwarze
Foto: Wiebke Schwarze
Vater und Sohn Winter haben zwar auch zu Hause jeweils eine Modellbahn. Die seien aber "Spielzeug" im Vergleich zu der großen Anlage, die erst mit vier Leuten richtig befahren werden kann. Deshalb brauchen sie Tipps von den erfahrenen Vereinsmitgliedern.
"Es war uns wichtig, dass ein Hillerser die Anlage übernimmt", sagte Vereinsvorsitzender Maik Brasche. Es habe mehrere Interessenten gegeben.
Durch den Verkauf könnten die Schulden abbezahlt werden, die der Verein einst für Kauf und Ausbau aufgenommen habe.

Quelle: Braunschweiger Zeitung vom 05.08.2010